Gleise altern – So gelingt es!

Häufig sieht man Modellbahnanlagen mit Loks und rollendem Material, die wunderschön verwittert sind, aber auf Schienen fahren, die aussehen wie neu!

Die meisten Gleise, die es heutzutage zu kaufen gibt, sehen mit ihren Holzmaserungen auf den Schwellen und vielen anderen Details schon ziemlich realistisch aus. Aber mit glänzenden Gleisstäben büßt man wieder sehr viel Realismus ein. Doch mit etwas Zeit und ein bisschen Farbe lässt sich dieses Problem zum Glück ganz einfach lösen!

Nur allein durch den Bahnschwellen und Gleisstäben einen bräunlichen Ton zu geben, geht der Alterungsprozess schon in die richtige Richtung.

Vorbereitung:

Sie können die Gleise bemalen, bevor Sie diese auf der Anlage anbringen oder wenn die Gleise bereits gelegt sind. Wenn Sie die Gleise schon vorher bemalen hat das den Vorteil, dass es mit Hilfe einer Airbrush oder Sprühdose schnell gemacht werden kann, ohne dass Farbe auf die restliche Anlage gerät.
Der Nachteil ist allerdings, dass während des Verlegens der Gleise manchmal ein paar Kratzer auf die Farbe kommen oder dass sich die Gleise verschieben und so unbemalte Stellen zum Vorschein kommen. Dies lässt sich aber schnell mit einem Pinsel nachbearbeiten.

Werden die Gleise erst dann gealtert, wenn sie bereits auf der Anlage liegen, hat dies den Vorteil, dass Sie alles anschließen können und wissen, dass alles funktioniert bevor Sie färben. Wenn Sie eine Airbrush einsetzen, ist es selbstverständlich äußerst wichtig, die Umgebung gut abzudecken!

Das Aussehen der Gleise ist von Bedeutung, aber noch viel wichtiger ist, dass die Gleise den Strom gut leiten. Ein Trick, um dafür zu sorgen, dass die Oberseite der Gleisstäbe frei von Farbe bleibt, ist, vor dem Färben eine Schicht Öl aufzutragen. Nach dem Färben können Sie die Gleisstäbe dann säubern – die Farbe lässt sich an der Oberseite problemlos entfernen!

Wenn Sie eine Airbrush verwenden, ist es wichtig auch die beweglichen Teile der Weichen abzudecken, bevor Sie färben. Wenn Farbe dazwischen gerät, funktionieren die Weichen nicht mehr einwandfrei. Nach dem airbrushen können Sie diese Stellen mit einem Pinsel vorsichtig nachbearbeiten.

Wichtig ist auch, die Stromdrähte vorher schon zu löten, bevor die Farbe aufgetragen wird.

Entscheiden Sie sich vorab für die Farben, die Sie verwenden möchten. Neuere Bahnschwellen haben zum Beispiel eine dunklere Farbe, während ältere Schienen, die nicht viel befahren werden oft verblichene Schwellen aufweisen, die eher gräulich sind. Und auch Gleise einer dicht befahrenen Strecke setzen weniger Rost an als ein Abschnitt der wenig befahrend wird. Dies kann dann entsprechend mit helleren rostfarbenen Tönen wie braun/orange simuliert werden.
Wenn Sie Gleisabschnitte mit Plastikbettung verwenden, lohnt es sich die Bettung ein bisschen dunkler zu machen. Am besten gelingt es, wenn man die Gleise von der Bettung löst und beide Teile separat färbt.

Bei der Verwendung von losem Gleisschotter bietet es sich an, auch diesen zu altern. Sehen Sie sich den Schotter aus dem Vorbildbetrieb an – oft hat es bereits einen tollen Effekt mit etwas verdünnter, grauer Farbe den Gleisschotter auf der Anlage realistisch zu gestalten.

Details

Mit obenstehenden Tipps werden die Gleise schon ein ganzes Stück realistischer aussehen. Noch mehr Realismus gelingt mit dem Setzen von ein paar Highlights.

Dafür benötigen Sie hellere Grau- und Brauntöne, die Sie eventuell verdünnen und dann willkürig auf den Bahnschwellen verteilen.

Schienen, auf denen viele Dieselloks fahren, weisen oft Rußstreifen oder Ölspuren auf. Dieses tolle Detail können Sie mit verdünnter schwarzer Farbe oder einem Stück Holzkohle nachstellen.

Mehr Tiefe und Detail bei Rost erreichen Sie, indem Sie hellere Töne an den Seiten der Gleisstäbe und an den Schrauben anbringen.

Wenn Sie fertig sind, können Sie mit einem Tuch und etwas Lösemittel wie Terpentin die Oberseite der Gleisstäbe säubern, sodass der Strom gut geleitet wird. Eventuell kann man diese auch vorsichtig abschleifen, falls die Farbe sich nicht gut löst.

 

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