Modellbau: Gras anbringen

Gras kommt auf so gut wie jeder Modellbahnanlage vor. Sogar in stark industriellen Gebieten wächst hier und da ein Büschel Gras!
Das naturgetreue Modellieren zählt also zu den wichtigsten Schritten beim Modellbau.

Gras ist die am häufigsten vorkommende Vegetation am Rande der Gleise und lässt sich dank des großen Angebots an Materialien sehr realistisch auf der Anlage darstellen.

Betrachtet man das Vorbildfoto, fällt auf dass das Gras nicht gleich aussieht, sondern verschiedene Längen, Farben und Konzentrationen hat. Zudem sind auch Lücken und Erhebungen zu sehen und Büschel treten hervor.

Um eine Landschaft realistisch nachzubauen, braucht man also Gras in unterschiedlichen Längen und Farben und zudem Materialien, die für die übrige Vegetation, wie Laub oder zur Beflockung verwendet werden.

Das Erschaffen eines realistischen Gebiets gelingt am besten in folgenden Schritten:

1. Untergrund färben

In den meisten Fällen besteht der Untergrund aus Gips, Papier oder anderem Material und hat meistens keine naturgemäße Farbe. Darum ist es wichtig diese entsprechend zu färben, sonst scheint zum Beispiel der Gips am Ende weiß durch.
Am besten Sie verwenden hierfür grüne oder braune Farbe. Wichtig ist dabei, dass der Untergrund nicht zu dunkel wird, da dies sonst die gesamte Anlage dunkel wirken lässt.

Achtung: Ein häufiger Fehler ist es, den Untergrund dunkelbraun zu färben – ist er es in der Natur doch auch!

Dabei vergessen viele, dass der Boden durch das Sonnenlicht eine viel hellere Farbe hat und man daher für den realistischen Effekt ebenfalls zu einer helleren Farbe greifen sollte.

Testen Sie verschiedene Farben, bevor Sie sie auf den Untergrund auftragen – denn ist das Gras einmal angebracht, lässt es sich nicht mehr so leicht korrigieren.

2. Leim auftragen

Wenn die Farbe so gut wie trocken ist, wird der Holzleim angebracht. Die Farbe lässt sich auch vorab schon mit Holzleim vermischen, allerdings trocknet der Kleber dann schneller aus.

Tipp: Um Austrocknung zu verhindern, hilft das Besprühen mit einem Pflanzen-Zerstäuber.

Tragen Sie mit einem Pinsel den Leim in einer dicken Schicht auf.

3. Gras anbringen

Ist der Leim aufgetragen, ist es an der Zeit das Gras anzubringen, bevor der Leim austrocknet!

Das Gras wird in verschieden Schichten angebracht: zuallererst streuen Sie etwas „Groundcover“ und Beflockungsmaterial auf den Untergrund, um Lücken in der Vegetation nachzustellen.

Bringen Sie dann das Gras in willkürlicher Reihenfolge an, zum Beispiel zuerst etwas helleres Gras an verschieden Stellen, dann etwas kürzeres dunkles Gras und so weiter. Diese Variation schafft ein natürliches Vorkommen der Grassorten.

Entscheidend bei der ganzen Sache ist, wie das Gras letztendlich angebracht wird.
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Alternative Vorgehensweisen, wie das Reiben eines Ballons, funktionieren nur schlecht und sorgen dafür, dass der Großteil der Fasern auf dem Leim liegen bleibt und das Ergebnis unrealistisch wirkt.

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Wenn Ihnen der Gras-Master doch zu teuer ist, können Sie auch selbst einen basteln (im Internet gibt es viele Anleitungen dazu) oder sich einen ausleihen.

4. Loses Gras entfernen

Lassen Sie den Leim am besten einen Tag lang austrocknen. Dann ist es Zeit, das überschüssige Gras zu entfernen.

Tipp: Am besten funktioniert dies mit einer Nylonstrumpfhose, die Sie über die Saugöffnung Ihres Staubsaugers ziehen. Damit saugen Sie dann einfach über die Grasfläche und fangen dabei das überschüssige Gras wieder auf und können es später wiederverwenden!

5. Fertigstellung

Jetzt haben Sie eine Gras-Grundlage und es wird Zeit diese zu perfektionieren.

Dies geschieht mit einer Schicht Sprühkleber oder Haarlack, den Sie über das Gras sprühen und dann beliebiges Streumaterial anbringen. Sie können auch noch eine weitere Schicht Gras anbringen, um dem Ganzen ein etwas üppigeres Aussehen zu verpassen.

Danach können Sie mit Holzleim Sträucher, Blumen und andere größere Pflanzen anbringen.

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