Produktvorstellung ESU 31124 Baureihe 194 178-0

Die Lokomotive 194 178-0 ist Vorbild für das vorgestellte ESU Modell. Foto: www.bundesbahnzeit.de

Vorbildinformationen zur ESU 194 178-0

Vorbild für das hier vorgestellte ESU Modell ist die Baureihe 194, die ab 1940 von den Herstellern AEG, SSW, Krauss Maffei, Krupp Henschel und WLF gebaut wurde. Insgesamt wurden 197 Fahrzeuge durch die Deutsche Bundesbahn angeschafft. Die Lokomotiven erreichten eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h und wurden vorwiegend im schweren Güterverkehr eingesetzt. Vereinzelt konnten auch Einsätze im Personenverkehr auf Steilstrecken beobachtet werden.

Aufgrund von starken Verkehrszuwächsen und der fortschreitenden Elektrifizierung des Streckennetztes, sah die damalige DRG einen erhöhten Bedarf an Lokomotiven für den Einsatz im schweren Güterverkehr vor. Als Ergebnis wurde die Baureihe E94 als eine Weiterentwicklung der bewährten Baureihe E93 geboren. Die Lokomotiven wurden entwickelt, um auf den Rampenstrecken wie bspw. der Geislinger Steige und der Frankenwaldbahn die Durchlassfähigkeit zu erhöhen. Auf der Spessartrampe waren die E94 auch als Schublok im Einsatz.

Der Bau der Lokomotiven begann noch während des 2. Weltkrieges, weshalb die Loks auch als auch als KEL 2 (Kriegsellok 2) bezeichnet wurden. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit der Baureihe und einem Bedarf an zugkräftigen Güterzuglokomotiven, wurden weitere Lokomotiven von der Bundesbahn angeschafft und bis 1956 nachgebaut. Nach der Teilung Deutschlands waren die Lokomotiven sowohl in der Bundesrepublik Deutschland als auch in der DDR im Einsatz. Die Lokomotiven der Baureihe, die in Österreich im Einsatz waren, wurden unter der Bezeichnung 1020 eingesetzt.

Durch die Neuanschaffung der Baureihe E50/150 und der Baureihe 151, wurden die Lokomotiven der Baureihe E94 bei der Deutschen Bundesbahn ab 1985 ausgemustert. Im Jahr 1988 wurden die letzten betriebsfähigen Lokomotiven zur Verschrottung gegeben. Bei der Deutschen Reichsbahn (DDR) war die Baureihe E94 bis 1991 im Einsatz. Am längsten hielt sich die Baureihe in Österreich, wo bis 1995 entsprechende Loks im Einsatz waren.

Auch heute sind noch einige Lokomotiven museal erhalten worden. Anfang 2018 waren zudem noch drei E94er betriebsfähig erhalten. Darunter die 194 158-2 der Rail4U.

Einen detaillierten Artikel zu den Bauartunterschieden und der Geschichte der Baureihe E94 finden Sie auf unserer Partnerseite.

Die Lokomotive mit der Betriebsnummer 194 178-0 ist als einzige Lok der Baureihe in der ozeanblau/ beigen Farbgebung lackiert worden und hatte deshalb den Spitznamen „Blaue Mauritius“ bei den Eisenbahnern erhalten.

Das ESU Modell der 194 178-0

Das hochwertige ESU Modell der Baureihe 194 ist fast ausschließlich aus Metall gefertigt und bringt den Charakter des wuchtigen und kraftvollen Originals hervorragend auf das H0 Gleis.

Die Lokomotive ist ab Werk mit einem ESU LokSound V4 M4 Decoder mit zwei Lautsprechern ausgerüstet. Das hochwertige Modell begeistert mit zahlreichen digitalen Highlights. Die Pantographen werden jeweils durch Motoren angetrieben und sind fernsteuerbar. Auch der Nachwippeffekt wird wie beim Vorbild dargestellt. Zusätzlich lässt sich die Ausfahrhöhe der Pantographen im Decoder einstellen.

Wie von anderen ESU Lokomotiven bekannt, hat das Modell ein Dreilicht Spitzensignal und Schlusslichter, die separat schaltbar sind. Wie beim Vorbild wird im Rangiergang auch die Rangierbeleuchtung geschaltet. Bei der Baureihe 194 ist das entsprechende Lichtbild eine einzelne leuchtende Lampe pro Führerstand. Ein weiterer Hingucker sind die Anfahrlampen an beiden Seiten.

Weitere technische Features sind die Sensorik zur Erkennung von Kurvenfahrten. Bei langsamer Fahrt wird in Kurven ein passendes Geräusch des kreischen und kratzen der Spurkränze an den Gleisen abgespielt. Für optimalen Fahrgenuss hat die ESU 194 einen Pufferspeicher integriert, sodass auch verschmutzte Schienenabschnitte problemlos befahren werden können

Im Fahrwerk der Lokomotive sind LEDs montiert, die die Simulation von Funkenflug beim starken Bremsen simulieren.

Wie von vorherigen ESU Modellen bekannt, ist auch die ESU Baureihe 194 mit einer Universalelektronik ausgestattet. Das Modell kann dank abnehmbaren Schleifer und Universalradsätzen sowohl auf Gleich- als auch auf Wechselstromanlagen eingesetzt werden.

Antrieb der Baureihe 194 178-0

Angetrieben wir die 194 mittels zwei aufeinander abgestimmten Glockenankermotoren, die ihre Kraft auf insgesamt vier Achsen verteilen. Die mittlere Achse ist gefedert gelagert, um die Stromaufnahmen zu verbessern. Insgesamt sind vier Haftreifen montiert, um die Kraft der beiden Glockenankermotoren optimal auf die Schiene zu bringen.

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