Berge & Felsen modellieren

Wer Berge auf seiner Modellbahnanlage plant, sollte vorher gut darüber nachdenken, welche Funktion der Berg haben soll. Ist er rein zur Zierde, soll ein Tunnel hindurchführen oder sollen sogar Züge drüber fahren?

Es ist wichtig, diese fragen zu beantworten, bevor Sie mit der Konstruktion des Berges beginnen. Ein Berg, über den ein Zug fahren soll, muss stabil genug sein. Dient der Berg nur zur Ausschmückung, brauch man hingegen keinen Gedanken an die Gleisverlegung verschwenden.

Modellbahn Felsen modellieren mit Gips

Der erste Schritt bei der Gestaltung eines Berges ist das Aussägen der groben Formen. Dafür eignen sich Sperrholzplatten am besten!

Diese groben Umrisse werden dann mit kleinen Holzscheiten aneinander befestigt und dann auf den Unterbau montiert.

Wenn Sie vorhaben, einen Zug durch oder über den Berg fahren zu lassen, ist es in dieser Phase bereits wichtig, den Rohbau für die Gleise vorzubereiten und zu testen, ob diese gut erreichbar sind.

Foto ©Alex.Anlage

Sorgen Sie dafür, dass die Stellen an denen die Gleise liegen, auch in Zukunft für Sie gut erreichbar sind und lassen Sie eventuell eine Aussparung entlang der Unterseite, um später an die Gleise im Tunnel zu kommen.

Eine andere Option ist natürlich den Berg lose zu platzieren, wodurch Sie ihn, wenn nötig hochheben können – praktisch für einfachen Zugang zu den Gleisen, aber auch beim Transport/Umzug der Anlage.

Felsen modellieren: Gaze anbringen

Wenn der Rohbau oder die Umrisse des Berges stehen, ist es Zeit für den nächsten Schritt. Verfeinert werden die Formen mit Gaze aus Draht. Verwenden Sie feinmaschigeres Gitter, welches sich leicht zurechtbiegen lässt.

Die Gaze wird über das Sperrholz gespannt und mit einer Nietenpistole fixiert. Es gelingt allerdings auch einfach mit Hammer und Nagel!

Bevor der Gips angebracht wird, muss die Gaze abgedeckt werden, damit der Gips später nicht durch die Maschen hindurch tropft.

Die einfachste Lösung hierfür ist die Verwendung von Gipsverbänden, denn diese enthalten bereits Gips und müssen nur noch nass gemacht werden. So lässt er sich leicht modellieren, passt sich dem Untergrund an und behält nach dem Trocknen seine Form.

Da der Gipsverband allerdings etwas kostspielig ist, kann man auch normalen Verband benutzen und diesen selbst mit Gips versehen oder die Gaze mit einer Kombination aus Papier und Tape bedecken.

Gelingsicher sind auch die sogenannten Modellierfolien diverser Hersteller.

Felsen auf der Modellbahn: Details anbringen

Die definitive und detailliertere Form der berge modelliert man mit Gips.
Dazu brauchen Sie Gips, Wasser, eine Rührschüssel und einen Spatel. Die Anleitung zum richtigen Mischverhältnis steht meistens auf der Verpackung.

Achten Sie hier besonders auf das richtige Verhältnis zwischen Wasser und Gips!
Wenn der Gips gut verrührt ist, muss er meistens noch 2 Minuten erhärten, bevor er angebracht werden kann. Zuerst trägt man eine Schicht auf, um die Oberfläche zu versiegeln. Ist diese ausgehärtet, trägt man eine zweite Lage auf mit der man mehr Details ausarbeitet, wie zum Beispiel Felswände und Wege.

Foto ©Alex.Anlage

Wenn sich größere Flächen auf dem Berg befinden (Parkplatz oder Bodenplatte für ein Gebäude), ist es ratsam erst eine Sperrholzplatte anzubringen und um diese herum zu gipsen.
Trägt man den Gips dick auf, sind später mehr Gestaltungsmöglichkeiten der Felswände möglich.
Versuchen Sie beim Formen der Felsen möglichst viele willkürliche Musterungen anzubringen, damit sie so natürlich wie möglich aussehen.

Nachdem die zweite Lage angebracht ist, können Sie mit einem Zahnstocher oder anderen spitzen Gegenständen die Felswände mit Details versehen.

Schauen Sie sich hierfür die Vorbilder aus der Natur an. Die meisten Furchen in Felswänden entstanden durch Regenwasser, welches Jahrhunderte lang in einer bestimmten Weise nach unten strömte.

Wenn der Gips ausgehärtet ist, können Sie ihn weiter bearbeiten. Besonders der Effekt von Spitzen Felsen kann gut mit einem kleinen Meißel erzielt werden.

Felsen realistisch gestalten: Farbe anbringen

Dann ist es an der Zeit die bis dato weiße Bergwelt mit Farbe zu versehen. Welche Farbe Sie hierfür benutzen ist natürlich davon abhängig, welches Gebiet Sie modellieren. Die Alpen sind vor allem grau und werden unten, wo später das Gras angebracht wird, mehr braun/grün.
Beim Bemalen der Felsen gehen Sie wie folgt vor: verdünnen Sie dunkelgraue Wasserfarbe gerade so viel, bis eine wässrige Substanz entsteht.

Diese tragen Sie mit einem großen Pinsel auf und sorgen dafür, dass die tiefer gelegenen Stellen und Spalten schön dunkel werden.

Sobald die erste Schicht getrocknet ist, können Sie eventuell noch weitere Farben auftragen – je nachdem welches Gebiet Sie ausgestalten. Manchmal findet man auch rot/braune Farbtöne in Felsgebieten.

Aber das grau Anmalen der Felsen reicht noch nicht – ein realistischer Fels hat sogenannte Highlights an den Rändern. Diese können Sie mit einem kleinen Pinsel weißer Farbe setzen: mit dem Pinsel nehmen Sie weiße Farbe auf, trocknen ihn an einem Tuch und färben nun mit dem Pinsel und der verbliebenen Farbe darauf, die Ränder der Felsen.

Für die übrigen, tiefer gelegenen Regionen, können Sie die Standardtechniken verwenden: Farbe auf den Untergrund auftragen und dann eine andere Begrünung darauf anbringen.

 

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