Produktvorstellung Märklin 39150 – Baureihe 103 der Deutschen Bundesbahn

103 148-3 im Münchener Hbf
103 148-3 wartet mit ihrem IC auf die Abfahrt. Das Bild zeigt eine ursprüngliche 103 mit abgesetztem DB Keks, Pufferverkleidung und Scherenstromabnehmern. Foto von Ulrich Budde.

Kurzportrait der Baureihe 103

Die Baureihe 103 ist eine sechsachsige Elektrolokomotive für den schnellen Personenverkehr der Deutschen Bundesbahn gewesen. Die Lokomotiven wurden von den Herstellern Henschel, Krauss-Maffei, Krupp, AEG, BBC und Siemens zwischen 1970 und 1974 in einer Stückzahl von 145 Serienlokomotiven gebaut. Die 200 km/h schnellen Lokomotiven waren in ganz Deutschland im hochwertigen Personenverkehr im Einsatz und wurden ab 1997 schrittweise ausgemustert. Die 103 war lange Zeit das Aushängeschild der Bundesbahn und zählt bis heute zu den beliebtesten Lokomotiven der deutschen Eisenbahngeschichte. Gleichzeitig ist sie die stärkste deutsche Serienlokomotive.

Baureihe 103 vor einem gemischten Güterzug
Auch wenn die 103 als Schnellzuglokomotive vorgesehen war, konnten manchmal Einsätze im Güterzugdienst beobachtet werden. Trotzdem ist das Foto von Ulrich Budde als absolute Besonderheit einzustufen.

Entwicklung und Entstehung der Baureihe 103

Nach Ende des zweiten Weltkrieges begann die Bundesbahn mit dem Aufbau eines elektrifizierten Schnellzugnetzes in Deutschland. Neben der Elektrifizierung war auch eine Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit vorgesehen. Um das geschaffene Potenzial der neuen Strecken auch ausnutzen zu können, benötigte die Bundesbahn neue Elektrolokomotiven für den hochwertigen Personenverkehr.

Vor Beginn der Serienproduktion der Baureihe 103 wurden insgesamt vier Vorserienlokomotiven für Erprobungszwecke gebaut und als E03 001 – E03 004 bezeichnet. Optische Besonderheit der Baureihe 103 sind die luftwiederstandsoptimierten Lokenden. Im Gegensatz zu den Serienloks hatten die Vorserien E03 nur ein Lüfterband an der Seite. Die späteren Serienlokomotiven wurden um ein zweites Lüfterband ergänzt.

Die verbesserte Lüftung war notwendig, weil die Bundesbahn sich aufgrund der Erfahrungen mit den Vorserienlokomotiven für eine stärkere Motorleistung einsetzte und deshalb ein leistungsfähigeres Kühlsystem benötigte. Die Serienloks waren in der Lage einen 480t schweren Zug mit einer Geschwindigkeit von 200 km/h zu ziehen. 800 Tonnen schwere Züge sollten immerhin mit einer Geschwindigkeit von 160 km/h befördert werden.

Bauartunterschiede der Baureihe 103

Im Laufe der Zeit haben sich die Lokomotiven der Baureihe 103 nicht nur technisch, sondern auch optisch immer wieder geändert.

Im Laufe der Zeit wurden die Scherenstromabnehmer gegen moderne Einholmstromabnehmer ausgetauscht, nachdem es mehrfach bei hohen Geschwindigkeiten zum Abreißen der Oberleitung kam. Aufgrund der aerodynamisch optimierten Bauweise der Lokenden waren die Platzverhältnisse in den Führerständen beengt. Die Bundesbahn verlängerte deshalb die Lokomotiven mit der Zeit um insgesamt 70 cm. Außerdem wurde für mehr Komfort eine Klimaanlage in den Führerständen eingebaut.

Baureihe 103 mit Einholmstromabnehmer
Mit der Zeit wurden die Scherenstromabnehmer durch die Einholmstromabnehmer ersetzt, um auch bei hohen Geschwindigkeiten die Betriebssicherheit zu gewährleisten.

Zu Beginn der Einsatzzeit wurden die 103er in TEE Lackierung mit abgesetztem DB Keks ausgeliefert. Der abgesetzte DB Keks musste jedoch mit der Zeit einem einfachen, aufgemalten DB Logo weichen. Im Rahmen der Änderung des Farbschemas wurden die Loks der Baureihe 103 auch in orientroter Lackierung eingesetzt. Weitere Sonderlackierungen waren die Lufthansa Express– sowie die Touristik Lackierung. Die Lok 103 233 wurde als einzige Lokomotive in Kooperation mit Roco in verkehrsrot lackiert. Aktuell sorgt die umstrittene Lackierung der Firma RailAdventure für Aufsehen.

Baureihe 103 verkehrsrot
Verkehrsorte Baureihe 103
Baureihe 103 Touristik
103 in Touristik Lackierung

Das Märklin Modell der Baureihe 103 als Neukonstruktion

Optisch beeindruckt das Modell einer Baureihe 103 der Epoche IV mit allen Vorzügen der Ursprungsversion. Die Lok trägt die klassische TEE-Lackierung mit abgesetztem DB Keks, Pufferverkleidung und Scherenstromabnehmern. Sowohl das Fahrgestellt als auch der Aufbau sind aus Metall gefertigt und verleihen dem Modell eine hochwertige Optik. Weitere Highlights sind die angesetzten Scheibenwischer, Griffstangen und Dachleitungen aus Metall.

Die neue 103 von Märklin ist ab Werk mit einem Sounddecoder ausgestattet und bietet dem Modellbahner insgesamt 18 Digitalfunktionen. Neben den Soundeffekten hat das Modell ferngesteuerte Pantographen und umfangreiche Beleuchtungsfunktionen. Dazu gehören die wagenseitige Lichtabschaltung, das Führerstandslicht sowie die Maschinenraumbeleuchtung.

Angetrieben wir die Lok von einem 5-poligen Hochleistungsantrieb mit Schwungmasse, der seine Kraft auf insgesamt vier Achsen überträgt.

Das Modell ist ebenfalls für alle Gleichstrom Eisenbahner im Trix Programm unter der Artikelnummer 22933 erhältlich.

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