Produktvorstellung Roco TEE Baureihe 601/ VT 11.5 – 71934, 71935 & 79935

Produktvorstellung Roco VT 11.5/ Baureihe 601

Bei der Baureihe 601 handelt es sich um einen Dieseltriebwagen der Deutschen Bundesbahn, der ursprünglich als VT 11.5 und umgangssprachlich als TEE bezeichnet wird. Die Fahrzeuge wurden in den 1950er Jahren zum Sinnbild der damaligen Bundesbahn und sind für viele Eisenbahnfans bis heute ein Meisterwerk der deutschen Eisenbahnindustrie.

Insgesamt wurden ab 1957 19 Triebköpfe von den Herstellern MAN, LHB und Wegmann gebaut und bis 1988 bei der Bundesbahn eingesetzt. Die bis zu 140km/h schnellen Triebwagen (Baureihe 602 – 160km/h) waren im hochwertigen TEE Betrieb im Einsatz. Das TEE Netz (Trans Europ Express) umfasste luxuriöse Züge, die lediglich erste Klasse Wagen bereithielten und reservierungspflichtig waren. Die Züge der TEE Gattung fuhren durch die Länder der europäischen Wirtschaftsgemeinschaft.

Die Triebwagen wurden als siebenteilige oder zehnteilige Triebzüge gefahren und konnten auch in Doppeleinheiten gefahren, dort auch oftmals in Verbindung mit Triebzügen der Baureihe VT 08.

Im Laufe der 1960er Jahre wurden viele Strecken elektrifiziert und die TEE Linien wurden mit Elektrolokomotiven und entsprechenden Wagen befahren. Es folgte die Abwanderung einiger VT 11.5 in den nationalen InterCity Verkehr. Mit der Einführung der zweiten Klasse im InterCity Verkehr verschwanden auch die VT 11.5 aus dem Fernverkehr.

In den 1980er Jahren wurden die VT 11.5 noch für Touristiksonderverkehre eingesetzt: Ausgangsbahnhöfe waren Hamburg und Dortmund. Ziel dieser Sondezüge waren beliebte südliche Urlaubsregionen wie Berchtesgarden, Seebrugg, Oberstdorf, Innsbruck usw.

Bauartunterschiede des VT 11.5

Insgesamt vier Triebköpfe der Baureihe 601 wurden anstatt des Dieselmotors mit einer Gasturbine ausgestattet und leisteten somit 2200 PS. Dies ermöglichte auch 10-teilige Einheiten mit bis zu 160km/h fahren zu lassen. Die umgebauten Fahrzeuge bereiteten jedoch immer wieder technische Probleme, sodass die Ausmusterung bereits 1978 erfolgte.

Eisenbahn-Romantik: Der TEE „Trans Europ Express“

Noch mehr Hintergründe und historische Betriebsszenen sehen Sie im folgenden Film von Eisenbahn-Romantik:


Das Roco Modell des VT 11.5

Der VT 11.5 erscheint als Epoche IV Variante mit der Computernummer Baureihe 601 in insgesamt drei Varianten und befindet sich zur Zeit in der Auslieferung:

Die drei Ausführungen beinhalten je einen 7-teiligen Dieseltriebzug der Deutschen Bundesbahn, der aus einem Motorwagen mit Antrieb, zwei Großraumwagen, einem Speisewagen, zwei Abteilwagen und einem Motorwagen ohne Antrieb besteht.

Es handelt sich hier um ein vorbildgetreu lackiert und beschriftetes Jubiläumsmodell zur Feier von 60 Jahren Roco.

Passend dazu gibt es je ein Ergänzungswagenset, um den Triebzug auf einen 10-teiligen Zug zu verlängern:

Das Roco Modell bildet den Sonderzug Alpen-See-Express im Modell ab. An den Kopfenden trägt der 601 den DB Keks anstelle des „TEE“ oder „InterCity“ Emblems.

Im Inneren des Modells sitzt ein 5-poliger Motor mit Schwungmasse und eine elektrische Schnittstelle nach NEM 652 inklusive Steckvorrichtung.

Besonders schön ist die detaillierte Inneneinrichtung, mit der das Modell ausgestattet ist. Zusammen mit den im Set enthaltenen Wagen, kommt der Triebzug auf eine stattliche Länge von 1510 mm über Kupplung.

Fotos der BR 601 von Roco

In der Galerie sehen Sie Detailaufnahmen des Modells. Aus Platzmangel haben wir nur einen Motorwagen und einen Abteilwagen abgebildet.

Roco Baureihe 601

Picture 1 of 19


Nachtrag:

Die zwei Sets mit den Artikelnummern 71935 und 79935 sind beim Hersteller Roco bereits ab Werk ausverkauft. Sichern Sie sich jetzt schnell Ihr Modell bei Modellbahnshop-Lippe !

7 comments

  1. Im Vergleich zu den Modellen aus den Jahren 1983/84 ist die Neuauflage enttäuschend, ja sogar eine Verschlechterung. In den TEE aus den Achtzigern, die schon mit Innenbeleuchtung kamen habe ich LED,s eingesetzt, sodass schon bei geringer Geschwindigkeit die volle Helligkeit erzielt wird und der Strom für den Antrieb genutzt werden kann. Auch das Kupplungssystem neu ist nicht besser als die ursprüngliche Scharffenbergkupplung.
    Für ein Jubiläumsmodell habe ich mir bei dem Preis mehr erwartet (Made in Vietnam – da hat man die alten Formen wieder herausgeholt um günstig zu produzieren!
    Mal sehen, was mit dem „neuen „ Velaro (wohl von Fleischmann übernommen) mit dem grünen Band wird. Hoffentlich nicht nur ein farblich geänderter Abklatsch.

  2. Hallo,

    Ich hätte gerne Roco Tee 4 Set mit dem DB Emblem vornedrauf für Spur, weil jemand wo es das gibt,oder welche Nummer das hat?

    Gruß aus Deutschland

  3. Ich hatte hohe Erwartungen zum Jubiläums-Set. Leider hat sich Roco mit dem Modell zum 60er-Jubiläum keinen Gefallen getan, auch nicht den Modellbahnern. Der Kritik von Peter Thiel ist hinzuzufügen, daß die Kupplung des Triebwagens beim ersten Trennversuch abriss (Öse mit nur ca. 0,3 mm Randstärke – Herstellungsfehler), ok, das kann mal vorkommen, es wurde anstandslos ein Ersatzkupplungsset geschickt.
    Die Traktionskraft lässt zu wünschen übrig, womit der Zug auf Steigungen nur bedingt einsatzfähig ist und zwei Wagen aus dem Verband herausgenommen werden. Würde der Triebkopf etwas mehr Metallgewicht (Rahmen) haben, wäre das Problem gelöst.
    Die Beleuchtung (Dreieck-Spitzensignal und Rücklichter) ist recht funzelig und auch über die CV-Anpassung nur bedingt heller zu regeln.
    Wenn ich das in Vergleich zum Railjet-Set setze – eine qualitativ absolut überzeugende super gelungene Zuggarnitur – dann fehlt mir jedes Verständnis, daß zu einem Jubiläumszug kein vergleichbares Modell-Update erfolgt ist, welches im Jahr 2020 den Standard setzt. Hier wurde eine Chance vertan, schade.

  4. Das Modell ist leider besonders als digital Version doch ziemlich enttäuschend. Die einzige Beleuchtung besteht aus den Loklichtern. Eine Führerstandsbeleuchtung sucht man vergebens. Würde auch nicht sonderlich wirken, denn der Führerstand ist mit lauter Decoderkabeln belegt, da ist nicht mal platzt für eine Lokführerfigur. Die Wagons haben gar keine Beleuchtung. Zudem müsste jeder Wagen mit einem eigenen Stromabnehmer und Decoder versehen werden, weil die Kupplung eine Sondervariante ist und nicht gegen eine Standardkupplung mit Stromführung getauscht werden kann. Schade, von einem Modell „60 Jahre Roco“ kann man mehr erhoffen.

    1. Herrn Thiel stimme ich voll zu. Ein weiterer Nachteil ist, dass man den nicht motorisierten Triebkopf in der Steuerzentrale eigens anmelden muss, damit man beim Fahrtrichtungswechsel auch den Lichtwechsel manuell einstellen kann.
      Bei meinem Modell sind auch einzelne Sounds schlecht eingestellt. Die Bahnhofsdurchsage ist undeutlich und schlecht zu verstehen und der Schaffnerpfiff ist kaum hörbar. Bei diesem Preis hätte man erwarten können, dass ab Werk alle Soundeinstellungen passen.
      Ein schlechtes Preis-Leistungsverhältnis. Ich erwäge die Rückgabe.

    2. Wir sind sehr enttäuscht über das Modell. Wir haben uns die Mühe gemacht zumindest die Wagons mit LED Beleuchtung auszustatten, also je einen Decoder pro Wagon. Völlig altbacken ist die Versorgung des Fahrlichtes mit Glühbirnen statt LED. Auch eine Trennung der Lichtleiteinrichtungen in den Triebköpfen wäre wünschenswert, aber so gibt es keine saubere Trennung zwischen Fahrlicht und Rücklicht. Jedes beeinflußt das andere. Insgesamt ein nicht den digitalen Möglichkeiten der Zeit und dem Preis angepaßtes Modell.

    3. Es scheint so, dass die Modelleisenbahn GmbH einmal mehr versucht mit einem Modell, dessen Formen schon einige Jahre auf dem Buckel haben und die die heutigen Erwartungen von heute nicht mehr erfüllt, über ein überzogenen Preis den Modellbauer das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ich erinnere mich, dass die Grundpackung mit zwei Triebköpfen mit NEM 652 Schnittstelle und zwei Mittelwagen 199 Euro gekostet hat. TeGe

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